Unsere Empfehlungen und Tipps

Wir empfehlen, falls es Ihr Zeitplan zulässt, nach der Landung in Tansania den ersten Tag zum Eingewöhnen einzuplanen. Erstens können sich an die fremdartige Umgebung besser gewöhnen und zweitens es ist viel angenehmer, eine Safari ausgeruht zu beginnen. Auch zwischendurch ist ein Entspannungstag von Vorteil.

Fahrzeuge und Lodges sind in den Hauptreisegebieten relativ teuer. Sie können Kosten sparen, wenn Sie sich das Fahrzeug teilen und eventuell ein Doppel- statt ein Einzelbettzimmer buchen. Da sind gleich mehrere 100 USD Ersparnis möglich.

Die Hauptreisezeiten sind die wärmeren Monate, etwa von September bis Mitte März. Die „Wintermonate“, Juni bis August sind kühlere Monate und daher vielleicht für diejenigen gedacht, die nicht die ganz große Hitze wollen. Außerdem ist die Zeit unmittelbar nach der großen Regenzeit sehr reizvoll, da viele Landstriche dann noch grün und blütenreich sind. Allerdings ist der Himmel oft stärker wolkenverhangen. Es kann vorkommen, dass man z.B. während eines zweiwöchigen Aufenthalts nicht einmal den Kilimandscharo oder nur teilweise zu Gesicht bekommt.

Die große Regenzeit beginnt etwa Mitte/Ende März und dauert etwa bis Mitte/Ende Mai. In dieser Zeit kommen zum Teil wolkenbruchartige Niederschläge vom Himmel oder es regnet die ganze Nacht oder zum Teil auch tagsüber. Gegenden, die ansonsten nur aus Staub zu bestehen scheinen, sind auf einmal saftig grün mit Blüten. Diese Zeit ist die Nebenreisezeit und daher bieten die Lodges Sonderkonditionen an. In vielen Unterkünften gibt es nur wenige Gäste, dafür geht alles sehr beschaulich zu. Die Regenzeit bietet natürlich Risiken. So kann es vorkommen, dass einige Straßen oder Wege unpassierbar sind oder man sogar stecken bleibt. Eventuell muss die eine oder andere Route geändert werden.
Die kleine Regenzeit ist meistens im November. Ab und zu kommt kommt ein ordentlicher Wolkenbruch herunter. Dafür ist aber die Luft danach besonders klar und ideal zum Fotografieren. Straßen bleiben normalerweise alle befahrbar.

Bezüglich Informationen zu erforderlichen Visa, Impfungen, Währung, empfohlenen Versicherungen und ähnlichem kontaktieren Sie bitte die Tansanische Botschaft Berlin bzw. die Deutsche Botschaft Dar es Salaam.

Internetadressen:
Tansanische Botschaft Berlin
Deutsche Botschaft Dar es Salaam

Besonderes

Besuch des Antiquitätengeschäfts Fotini in Kisongo, einige Kilometer außerhalb Arushas auf dem Weg zu den Nationalparks im Nordosten Tansanias. Bei Fotini können Sie wunderschöne Artikel entdecken, von Antiquitäten bis zu Produkten aus der heutigen Zeit.

Wer einige abenteuerliche Nächte verbringen möchte, sollte in Special Campsites zelten. Sie befinden sich inmitten einiger Nationalparks, aber auch inmitten der wilden Tiere. Special Campsites werden nur für die jeweilige Gruppe reserviert. Abends, am Lagerfeuer, kann man mit der Taschenlampe in allerlei Augen leuchten, was ein ordentliches Kribbeln verursacht. So müssen sich die ersten Fremden in diesem Land gefühlt haben. Für Löwen, Elefanten oder andere Großtiere ist es jederzeit möglich das Lager zu betreten. Daher sollte wirklich nur derjenige diese Art der Übernachtung wählen, der sich wirklich dafür begeistern kann.

Eine Radtour durch die Usambara Berge bis zur Küste am Indischen Ozean ist ebenso ein besonderes Erlebnis. Sie werden von einem Fahrzeug begleitet, das Proviant, Zelte und sonstiges Zubehör befördert. Man reist niemals alleine, sondert befindet sich stets in professionellen Händen.

Eine Fahrt mit dem neuen Safari Express, einer privatbetriebenen Eisenbahn, die mit allem Komfort ausgestattet ist und seit Oktober 2003 von Dar es Salaam losfährt. Sie durchquert das Selous Game Reserve, wobei Sie die Möglichkeit haben, Tiere aus dem Zug zu beobachten. Die Reise endet an der Kidatu Station, zwischen den Nationalparks Mikumi und Udzungwa Mountains gelegen. Die Züge verkehren jeweils Sonntags, Dienstags und Freitags.

Eine Wanderung entlang den Hängen des Kilimandscharos ist ebenfalls ein sehr schönes Erlebnis. Sie wandern durch die Pflanzungen (Shambas) der Wachaggas oder bis zum Tor des Kilimandscharo Nationalparks. Die Pflanzungen sind sehr beeindruckend, da sie sich unter einem Blätterdach aus Bäumen und Bananenstauden befinden. Von oben gesehen, kann man kaum glauben, dass unter diesem endlosen Blätterdach viele 100.000 Menschen leben. Ein Führer zeigt und erklärt zudem viel über Vegetation.

Gemälde von Tom Linton wirken äußerst authentisch. Momentan arbeitet er an einer Kollektion, so dass Kopien dieser Bilder bestellt werden können. Es besteht weiterhin die Möglichkeit sich selbst ein Gemälde malen zu lassen.

Gemälde: Löwenaugen, Schimpanse

Anmerkungen

Es wäre von Vorteil, wenn Sie einige der gängigsten Wörter auf Kisuaheli lernen würden. Damit erreichen Sie, dass sich die Herzen der sehr liebenswürdigen Menschen noch mehr öffnen. Die Leute freuen sich, wenn der Gast einige Wörter ihrer Sprache kennt.

Prahlen Sie nicht mit Schmuck oder Geld. Tansania ist ein armes Land und da sollte man sich diesbezüglich etwas bedeckt halten. Außerdem gibt es auch hier, wie überall auf der Welt, einige wenige unangenehme Subjekte, die es auf solche „Reichtümer“ abgesehen haben.

Bedenken Sie, dass das Durchschnittsmonatseinkommen, verglichen mit unserem Niveau, sehr niedrig ist. Im Jahre 2003 lag dieses im Bereich von 30 USD. Daher sollten Sie, wenn es um den Trinkgeldbetrag geht, recht zurückhaltend sein. Wenn Sie zu großzügig damit umgehen, schaffen Sie eher Probleme. Die Leute werden sich noch stärker aufdrängen, in der Hoffnung, an relativ viel Geld zu kommen.

Fotografieren Sie keine staatlichen Einrichtungen wie z.B. Verwaltungsgebäude, Polizeistationen, Militäreinrichtungen usw. Wenn Sie unbedingt etwas fotografieren möchten, dann fragen Sie bitte eine der zuständigen Personen. Eventuell wird es Ihnen dann genehmigt.

Fotografieren Sie die Leute nicht in einer aufdringlich wirkenden Weise. Bei einem allgemeinen Foto wird vielleicht nur mal der eine oder andere eine Unmutsäußerung von sich geben, was einen aber nicht davon abhalten sollte zu filmen oder zu fotografieren. Ärgerlich werden einige Leute, wenn Sie das Gefühl haben, man nimmt sie gezielt auf, wie z.B. einen Maasai. Auch hier wäre es besser zu fragen, ob man filmen darf. Gegen einen kleinen Unkostenbeitrag haben die wenigstens etwas einzuwenden.

Wenn Sie Schnitzereien oder andere Mitbringsel kaufen wollen, zahlen Sie niemals den geforderten Preis. Handeln gehört in diesen Ländern zum Geschäft. Sie werden merken, wann Sie die Schmerzgrenze erreicht haben. Sehen Sie im Handeln keine Beleidigung, es gehört hier zum täglichen Leben.

Kleiden Sie sich nicht zu freizügig, das wird nicht gerne gesehen. T-Shirts, kurze Hosen und Sandalen sind kein Problem (außer in einigen noblen Hotels). Sie sollten aber auf Kleidung wie Minirock, Hotpants oder Oberbekleidung mit einem zu großen Ausschnitt verzichten.

Wenn Sie auf Safari gehen, nehmen Sie unbedingt eine Kopfbedeckung und Sonnencremes mit. Sie stehen auf einer Pirschfahrt oft stundenlang beim geöffneten Dach unter der prallen Sonne. Durch den Fahrtwind wirkt das ganze Temperaturgefüge doch verfälscht, aber abends kommt dann das böse Erwachen.

Trinken Sie niemals Wasser aus der Leitung, es sei denn, es wurde Ihnen gesagt. Sie bekommen überall fabrikabgefülltes und verschlossenes Wasser zu kaufen.

Bedenken Sie, das Sie in Afrika sind. Hier hat die Zeit einen anderen Stellenwert als bei uns. Es gibt Situationen, zumindest außerhalb der Planung, wo einem die Unterschiede der Denkweise deutlich werden. Die Afrikaner haben da einige sinnige Sprüche: „Ihr Weißen, ihr habt die Uhr, wir Afrikaner aber, wir haben die Zeit“ oder „Haraka, haraka haina baraka“, was so viel bedeutet wie „Eile, Eile hat keinen Segen“. Passen Sie sich doch während Ihres Urlaubes dieser Mentalität etwas an. Sie werden sehen, dass vieles auch so funktioniert, aber mit viel weniger Stress.